Klostermusik


Isenhagen Armilla


Aktuell

Workshop zum Mitmachen im Kloster Ribnitz

Requiem aeternam

Am 18./19. November 2017 haben alle interessierten SängerInnen und InstrumentalistInnen erstmalig die Möglichkeit, am historischen Ort die mittelalterliche Musik des Klosters Ribnitz  zu singen und zu spielen. Im 1329 gegründeten Klarissenkloster wurden, wie auch in den Klöstern der Lüneburger Heide, Musikhandschriften bewahrt und auf dem Nonnenchor zahlreiche Funde gemacht. Eine moderne Notenedition ermöglicht es nun, diese Musik zu singen. Auf dem Nonnenchor werden die TeilnehmerInnen am Samstag, 18. November nach einer Einführung singen und spielen und die erarbeiteten Gesänge am Sonntag, 19. November, dem Volkstrauertag, im Gottesdienst auf dem historischen Nonnenchor aufführen.

Info in Kürze: www.deutsches-bernsteinmuseum.de

Anmeldung: Eine Anmeldung ist erforderlich und muss direkt über das Kloster Ribnitz erfolgen. 

Inhaltliche Rückfragen: e-mail Prof. Ulrike Volkhardt

Organisatorische Rückfragen: Kloster Ribnitz/Deutsches Bernsteinmuseum


Workshops können von Chören, Kirchengemeinden etc. angefragt werden. 
Kontakt: e-mail Prof. Ulrike Volkhardt

Die Workshops sind Teil des großen Projekts zur Erschließung der Mittelalterlichen Musik norddeutscher Klöster. s.a. Publikationen

In den Archiven der Frauenklöster der Lüneburger Heide entdeckte Ulrike Volkhardt ca. 2500 bislang weitestgehend unbekannte mittelalterliche Gesänge. Sie dokumentierte eine Auswahl auf 6 weltweit beachteten CDs. Jetzt erschien auch eine praktische Edition, die die eigene Aufführung möglich macht. Der bereits publizierte  Katalog mit genauen Beschreibungen der Handschriften, einem Verzeichnis aller Incipits  und zahlreich aufgefundenen Musikdarstellungen ist jetzt auch online als Datenbank zugänglich. Die Musikdarstellungen geben wertvolle Hinweise zur Aufführungspraxis und wurden von Ulrike Volkhardt in Nonnen, Engel, Fabelwesen ausführlich dokumentiert. Die gefundene Musik ergänzt das Bild des reichen kulturellen Lebens in den Frauenklöstern und berührt in ihrer Intensität wie etwa die Gesänge Hildegard von Bingens.
       Das Forschungsprojekt und die Einspielungen fanden große Resonanz: u.a. führten sie zur Erforschung der Manuskripte des Klosters Ribnitz und zum Engagement für die Rettung der Kirchenbibliothek St. Marien, Barth (Mecklenburg-Vorpommern), wo wiederum interessante Musikalienfunde gemacht wurden und wo es auch ein Frauenkloster/Damenstift gab.